Weltkirche · 28. September 2026
Papst Leo XIV leitet Abendgebet in der Kathedrale Notre‑Dame von Paris
Papst Leo XIV leitete am 25. September 2026 ein Abendgebet in der Kathedrale Notre‑Dame von Paris. Er hielt eine Predigt, in der er erklärte, dass das Abendgebet die Menschen in diesem Ort versammelt, der Paris seit Jahrhunderten zum Himmel blicken lässt. Er erinnerte daran, dass sieben Jahre seit dem verheerenden Brand der Kathedrale vergangen seien, als die Welt den Bau in Atem hielt. Der Papst betonte, dass das Feuer nicht nur die Katholiken, sondern alle Gläubigen berührt habe. Er hob hervor, dass die Kathedrale mehr sei als ein Denkmal und dass das gemeinsame Wiederaufbauen heute zeige, dass das Herz des Volkes hier schlage, wo Vergangenheit und Zukunft sich berühren.
Er sprach von der Notwendigkeit, das geistliche Leben zu bewahren und die Institutionen zu unterstützen, die beim Wiederaufbau beteiligt seien. Der Papst richtete sich an Bischöfe, Priester, Diakone, Ordensleute und Laien in Frankreich und bat sie, das Geschehene als Inspiration zu nutzen und den Freude des Evangeliums Vorrang einzuräumen. Er erklärte, dass der kreuzförmige Grundriss der Kathedrale das Zusammentreffen von Erde und Himmel symbolisiere und dass die Identität der Kirche aus der Inkarnation entstehe. Der Papst forderte, die ursprüngliche Bestimmung der Kathedrale nicht zu vergessen: Gebet und Lobpreis Gottes.
Er betonte, dass die Kathedrale nicht nur aus Stein bestehe, sondern durch das heilige Sakrament lebe, das in ihr gefeiert werde. Er wies darauf hin, dass das Altarzentrum im Inneren die Gemeinde in den Mittelpunkt des Gottesdienstes stelle. Schließlich ermutigte er die Gläubigen, die einfache und edle Liturgie als Hoffnung und Frieden in einer lauten, vernetzten Welt zu sehen. Er schloss mit einem Aufruf, das innere geistliche Leben mit dem Herrn zu pflegen und sich von den Heiligen inspirieren zu lassen.