Weltkirche · 15. September 2026
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Papst Leo XIV betont die pastorale Beziehung der Kirche zur Welt
Papst Leo XIV hat in einer Generalaudience dargelegt, dass die Kirche eine pastorale Beziehung zur Welt pflegt.
In seiner Lehre setzte der Papst seine Reihe über die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils fort und befasste sich mit der pastoralen Konstitution Gaudium et Spes. Er erläuterte, dass diese Konstitution beschreibt, wie die Kirche der heutigen Welt begegnen soll. Unter Bezugnahme auf Gedanken von Papst Johannes XXIII aus dem Jahr 1962 erklärte er, dass Gottes geheimnisvolle Pläne inmitten großer Veränderungen der Menschheit wirken. Gott handle durch Menschen oft über deren Erwartungen hinaus und könne schwierige Ereignisse zum Wohle der Kirche wenden.
Der Papst betonte, dass die Kirche kein Prophet des Gerichts sein dürfe, der glaubt, dass in früheren Jahrhunderten alles besser gewesen sei. Die pastorale Beziehung zur Welt sei wesentlicher Bestandteil des Wesens der Kirche. Diese Pastoralität bedeute keine naive Optimismus, sondern Treue zum Mysterium Christi und zur Inkarnation. Da Christus die Freude, die Hoffnung, die Trauer und das Leid der Menschen teilte, sei die Kirche gerufen, denselben Weg zu gehen.
Leo XIV warnte davor, angesichts weltlicher Veränderungen passiv oder gleichgültig zu bleiben. Die Kirche solle nicht als Zuschauer verharren, sondern mit dem Herzen zuhören und an den Leiden der Menschen teilhaben, insbesondere bei Opfern von Ungerechtigkeit, Diskriminierung und Gewalt. Die Kirche sei verpflichtet, die Zeichen der Zeit zu untersuchen und im Licht des Evangeliums zu erklären, geleitet vom Heiligen Geist, um das Werk Christi fortzusetzen, der kam, um zu dienen und zu retten.
Zudem erinnerte der Papst an Worte von Papst Franciscus, wonach die Sorge für die Armen eine theologische Notwendigkeit sei, um Christus in den Armen zu finden. Er kritisierte die ungerechte Verteilung weltlicher Reiche, Hunger und Armut. Egoistischer Konsum sowie die Illusion, Frieden durch Krieg zu schaffen, bedrohen laut dem Papst die Zukunft des Planeten. Die Kirche sei gerufen, der menschlichen Person zu dienen und die barmherzige Kenosis Christi zu vollziehen, indem sie sich selbst entleert und dem Nächsten dient.