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Weltkirche · 15. September 2026

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Bericht des Korea Theological Seminary über Predigten von Pastor Son Hyun-bo bewertet

A large crowd of people watching an event from stadium seating
CHUTTERSNAP / Unsplash

Die Generalversammlung der Presbyterians of Korea Kosin beauftragte die Abteilung für Theologie und das Professorenkollegium des Korea Theological Seminary mit einer Untersuchung zu vier politischen Predigten von Pastor Son Hyun-bo sowie zu dessen politischen Aktivitäten und der politischen Beteiligung der Kirche. Die untersuchten Predigten wurden an den Sonntagen vom 5., 12., 19. und 26. Januar 2025 gehalten. Die Untersuchung wurde auf Antrag der Presbyterien Seoul Jungbu, Jeolla und Chungcheong Seobu eingeleitet.

Nach einer etwa einjährigen Forschungsphase veröffentlichte das Professorenkollegium einen Bericht, der auf Kritik von Unterstützern Pastor Sons über christliche Internetmedien stieß. Der Bericht nutzt eine systematische Struktur der kritischen Analyse und des Syllogismus, basierend auf großen und kleinen Prämissen sowie deduktiven und induktiven Schlussfolgerungen.

Zur Analyse der Predigten legte das Kollegium acht Kriterien zugrunde, die aus der Westminster Confession of Faith, dem Large Catechism und dem Shorter Catechism abgeleitet sind. Diese Kriterien betreffen das Subjekt der Predigt, das Werkzeug, den Ort, den Inhalt, die Methode, die Wirkung, den Zweck sowie die Beziehung zwischen Predigt, Kirche und Disziplin. Diese Standards spiegeln die theologische Identität der Kosin-Denomination und die reformierte Theologie wider.

Die Analyse ergab, dass die vier Predigten von Pastor Son vom eigentlichen biblischen Kern abwichen und stattdessen die aktuelle Politik der Republik Korea direkt behandelten, wobei die Kritik an bestimmten Politikern im Zentrum stand. Es wurde festgestellt, dass Pastor Son politische Schlussfolgerungen vorab festlegte und die biblischen Texte lediglich als Hilfsmittel verwendete. Damit wurden die Prinzipien des öffentlichen Gottesdienstes und die theologischen Normen der Kosin-Denomination missachtet.

Laut dem Bericht diente die Predigt nicht der Bekehrung und Heiligung von Sündern, sondern primär der Erzeugung eines politischen Krisengefühls sowie der Mobilisierung gegen bestimmte politische Kräfte. Das Kollegium bewertete die Predigten als Abweichung vom Amt des Predigers, da Pastor Son die Rolle eines altestamentlichen Propheten in einer Theokratie fälschlicherweise auf heutige Prediger übertrug, die lediglich Ausleger des geschriebenen Wortes sind.

Zudem kritisierte der Bericht die Vermischung von normativen Bereichen, wie der Verkündigung des Wortes im Gottesdienst, mit ethischen Bereichen, wie der sozialen Praxis von Gemeindemitgliedern. Das Kollegium betonte, dass die soziale Praxis eines Einzelnen die Abweichung von den normativen Pflichten des Predigtamtes nicht rechtfertigen kann.