Weltkirche · 19. September 2026
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Papst besucht Maison Bakhita zur Unterstützung von Menschen im Exil
Der Papst wird die Maison Bakhita besuchen, ein Haus, das von der Diözese eingerichtet wurde, um Menschen im Exil aufzunehmen.
Die Einrichtung befindet sich im achtzehnten Arrondissement, etwa 40 Minuten mit dem Auto vom Zentrum entfernt. Sie entstand als Antwort auf den Aufruf von Papst Francesco vom 21. Februar 2017, alle Menschen im Exil aufzunehmen, zu schützen, zu fördern und zu integrieren. Valerie Moniod, die Präsidentin der diozesanen Vereinigung, betont, dass die Maison Bakhita primär ein Ort der Wohltätigkeit und brüderlichen Unterstützung ist und kein Sozialwerk.
In den vergangenen fünf Jahren wurden in dem Haus zwischen 2.600 und 2.800 Personen aufgenommen. Diese Menschen kommen aus verschiedenen Regionen, darunter Afrika, Lateinamerika, Haiti und der Nahe Osten. Viele von ihnen haben traumatische Reisen hinter sich, waren in der Hand von Menschenhändlern und besitzen keine Dokumente, was den Zugang zu Arbeit und Dienstleistungen erschwert.
Die Maison Bakhita dient als Knotenpunkt für verschiedene Organisationen, die mit Migranten und vulnerablen Personen arbeiten, darunter Secours Catholique, der Jesuit Refugee Service, die Vereinigung Aux captifs, la libération sowie die Kongregation der Scalabrini-Patres. In der Einrichtung werden Sprachkurse für Französisch, Programme zur staatsbürgerlichen Bildung und zur Geschichte des Landes sowie Unterstützung bei der Arbeitssuche angeboten. Da Personen ohne Dokumente nach aktuellem Recht nicht arbeiten dürfen, bietet das Haus berufsvorbereitende Kurse in Bereichen wie Schreinerei, Nähen und Kochen an.
Das Haus wird von etwa 135 Freiwilligen unterstützt, wovon rund 30 Prozent ehemalige Hilfsempfänger sind. Zudem leben zwei Schwestern der Scalabrini-Kongregation im Gebäude. Während seines Besuchs wird der Papst die kleine Kapelle besuchen und sich mit Freiwilligen sowie Vertretern der Organisationen Aux captifs, la libération und A Bras Ouverts treffen. Letztere organisiert Aufenthalte für junge Menschen mit Behinderungen.
Valerie Moniod hofft, dass der Papst die Würde jedes Menschen bekräftigt und Frankreich dazu aufruft, Empathie für Migranten zu zeigen. Sie weist darauf hin, dass niemand freiwillig seine Heimat verlässt, sondern dazu gezwungen wird, und dass Immigration nicht nur als soziales Problem, sondern als potenzielle Bereicherung für die Gesellschaft betrachtet werden sollte.