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Jahreskreis

Weltkirche · 21. September 2026

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Kardinal Baldo Reina ruft Priester und Gemeinden auf, ihre Kraft in den Dienst zu legen

High vaulted ceiling and windows inside a stone church
William Dmytrow / Unsplash

Kardinal Baldo Reina von Rom sprach am 18. September 2026 im Vatikan bei einer priesterlichen Versammlung, die von Papst Leo XIV einberufen wurde. Er betonte, dass die Beziehung zwischen Bischöfen und ihren Diözesen gestärkt werden müsse. Die Versammlung, die am 19. September 2025 im Vatikan stattfand, war von einer offiziellen päpstlichen Audienz begleitet. Kardinal Reina leitete die erste Zeremonie, gefolgt von drei Zeugnissen von einem Familienmitglied, einem Jugendlichen und einem Caritas-Arbeiter. Anschließend hielt Papst Leo XIV eine Ansprache. Reina verwies auf Themen der vergangenen Jahresversammlung, insbesondere auf Synodalität, Einheit und Sendung. Er sagte, die Fortschritte seien sichtbar, aber noch nicht ausreichend gesichert. Er hob die Bildung von Ausschüssen innerhalb der Pfarrgemeinschaften hervor und kündigte an, ein Netzwerk zwischen benachbarten Pfarrgemeinden zu schaffen, um Erfahrungen aus aktiven Gemeinden zu teilen.

Die Diözesan-Evangelisationskommission wurde gestärkt, während beratende Gremien für bestimmte Themen beibehalten wurden. Reina nannte die Hauptprobleme der römischen Pfarrgemeinden: zerfallende Familien, soziale Isolation und Arbeitslosigkeit. Er erwähnte zudem Suchtprobleme unter Jugendlichen und wachsende Armut, die nicht nur Mangel an Nahrung, sondern auch Wohnungsnot umfasst. Er kritisierte steigende Mietpreise, die das Einkommen durchschnittlicher Arbeiter übersteigen, und die Unfähigkeit vieler Einzelverdiener, Miete zu zahlen. Reina äußerte, dass das christliche Evangelium zunehmend Schwierigkeiten habe, in den Alltag der Menschen einzudringen. Er verwies auf das kommende „Jubiläum der Befreiung“ im Jahr 2033, das die Aufmerksamkeit der Diözese lenken soll. Er betonte, dass Rom zwar eine reiche und komplexe Stadt sei, die meisten Kirchen sich im Zentrum befänden, während die meisten Gläubigen in den Vororten leben.

Er appellierte an Priester, sich besonders um jene zu kümmern, die nicht mehr regelmäßig die Kirche besuchen, und forderte ein offenes Herz für alle, unabhängig von Gründen. Reina hob die wachsende Beteiligung junger Menschen an den jüngsten Festtagen als Zeichen der Hoffnung hervor und forderte, diese Energie weiter zu nutzen. Er schloss mit der Aufforderung, die gesamte Kraft und Fähigkeit in den Dienst an anderen zu legen, wie es der Papst im Vorjahr angeregt hatte.