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Weltkirche · 12. Oktober 2026

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Täuferische Theologie fordert Sorge um weltweite Freiheiten und Souveränität

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Max Beck / Unsplash

Die baptistische Theologie bietet der Welt, beginnend mit Amerika, solide Prinzipien für ein respektvolles Zusammenleben mit dem Nachbarn. Diese theologischen Grundlagen sollen Gläubige dazu anhalten, sich um den Zustand der Freiheiten in der Welt zu sorgen und diese Werte aktiv zu verteidigen. Die ältere Perspektive des Autors unterstreicht die Notwendigkeit, diese Prinzipien neu zu bekräftigen, um eine ethische Grundlage für das internationale Miteinander zu schaffen.

Zentrale Elemente dieser theologischen Ausrichtung sind vier grundlegende Prinzipien, die als zerbrechliche Freiheiten bezeichnet werden. Diese umfassen die Seelenfreiheit, die biblische Freiheit, die Religionsfreiheit und die Kirchfreiheit. Walter Shurden hat diese Konzepte benannt und als essenziell für das christliche Selbstverständnis identifiziert. Diese Freiheiten bilden das Fundament, auf dem die baptistische Identität ruht und das als Maßstab für das Handeln von Nationen und Individuen dienen soll. Sie dienen dazu, Sünder zur Buße zu rufen und gleichzeitig zu Jubel, Wiedergutmachung und Restitution aufzurufen, wenn Gerechtigkeit wiederhergestellt wird.

Die Seelenfreiheit gewährt jedem Menschen die vollständige und souveräne Befugnis, zu glauben oder nicht zu glauben, wie er es für richtig hält. Niemand darf durch Druck oder Einschüchterung in eine bestimmte Position gedrängt oder daraus vertrieben werden. Die biblische Freiheit ermöglicht es dem Einzelnen, die Heilige Schrift mit der Führung des Heiligen Geistes zu lesen und zu interpretieren. Dies schließt das Studium der Bibel und das Wachstum in der Gemeinschaft nicht aus, sondern betont, dass jede Veränderung der Perspektive aus innerer Überzeugung und nie aus äußerem Zwang resultieren darf.

Religiöse Freiheit bedeutet nicht, die eigene Religion gegenüber allen anderen zu privilegieren oder andere zu diskriminieren. Echte baptistische Haltung verteidigt das Recht jedes Menschen, eine Religion zu praktizieren oder keine zu haben. Dies erfordert eine Balance, da evangelikale Initiativen manchmal in Respektlosigkeit gegenüber anderen Religionen abgleiten können. Religionsbigotterie, die andere Religionen ausschließt oder dämonisiert, steht im Widerspruch zu diesem Prinzip und nimmt in Amerika zu.

Die Kirchfreiheit macht Baptisten einzigartig, da sie keine monarchische denominationale Bischofsstruktur besitzen. Es gibt kein verbindliches Bekenntnis, das Gemeinden zwingt, bestimmte Aussagen oder Richtlinien zu befolgen. Selbst das Apostolische Glaubensbekenntnis wird nicht als verbindliche Anforderung akzeptiert, da Bekenntnisse als Kontrollinstrumente und Bedrohung der Freiheit angesehen werden. Jede Gemeinde ist souverän und kompetent, ihre eigene Regierung, Vision und Mission ohne Einmischung von außen zu bestimmen.

Diese Positionen stellen eine Herausforderung für Nationen dar, die ihren Willen anderen Nationen aufzwingen oder deren Souveränität missachten. Der Angriff Russlands auf die Ukraine wird als offensichtlich ungerecht bewertet, da er die Freiheiten und die Souveränität der Ukraine verletzt. Auch die Politik Israels gegenüber Palästina wird kritisiert, da sie das göttliche Recht Palästinas auf Souveränität und Freiheit verweigert. Amerika wird vorgeworfen, Israel militärisch zu unterstützen und damit die Zerstörung Palästinas zu ermöglichen, während es deren Freiheiten verzögert.

Die Rhetorik auf der Bühne der Vereinten Nationen wird als widersprüchlich dargestellt. Wenn Amerika vorschlägt, den Iran zu vernichten, wird dies als gleichwertig mit den Aufrufen des Irans zum Tod Amerikas betrachtet. Solange diese Zustände bestehen, sollten Baptisten, die ihre vier zerbrechlichen Freiheiten schätzen, nicht ruhig schlafen können. Die Medien werden kritisiert, dass sie wichtige Reden auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen oft nicht berichten, insbesondere wenn die eigenen Präsidentenrede als mangelhaft empfunden wird.