Mission und Hilfe · 22. September 2026
Schulen in Gazastreifen: Kinder als Friedenssymbol und Hoffnungssignale
Im Gazastreifen haben Kinder laut Pfarrer Gabriel Romanelli der katholischen Pfarrei Heiliger Familie in Gaza eine symbolische Bedeutung als Friedenssymbol erlangt. Die Vorschlagsinitiative, dem Friedensnobelpreis an die Kinder des Gazastreifens zu vergeben, wird von ihm vor allem als Zeichen für die gemeinsame Tragödie aller Kriegsopfer gesehen. Mehr als zwanzigtausend Kinder seien getötet worden, eine Zahl, die weiterhin steige und die Zerstörung durch Krieg sichtbar mache. Die Kandidatur diene nicht der Konkurrenz des Leids, sondern der Aufmerksamkeit für die Lage aller Kinder in Konflikten.
Gleichzeitig markiert der Wiederaufbau lokaler Bildungseinrichtungen einen Akt der Hoffnung. Die katholischen Schulen im Gazastreifen, darunter die Schule der Heiligen Familie, die Lateinische Patriarchenschule in Zeitoun und die Schule der Rosenkranzfrauen, waren vor dem 7. Oktober 2023 mit insgesamt etwa drei tausend Schülern beschäftigt. Nach dem Ausbruch der Gewalt seien die Gebäude schwer beschädigt und teils als Unterstand für Vertriebene genutzt worden. Dennoch will die Gemeinschaft Fortschritte erzwingen: Am 22. und 23. September öffnet die Schule der Pfarrei wieder mit rund tausend Schülern aller Altersgruppen.
Es fehlen noch Elektrizität, Möbel und Kleidungsstühle für die Krippe, die etwa 130 Kinder aufnehmen soll. Dennoch bleibt die Gemeinschaft hoffnungsvoll, denn der Schulstart stehe als starker Impuls für alle jungen Menschen, die inmitten von Trümmern und Zerstörung ein Stück Normalität atmen wollen.