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Weltkirche · 1. Oktober 2026

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Papst Benedikt XVI fordert Dialog als Schutz vor Gewalt

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Papst Benedikt XVI betonte am 28. September 2026 in Metz, dass die Anrufung des heiligen Namens Gottes zur Rechtfertigung von Gewalt eine Verletzung dieses Namens darstellt. Er kritisierte, dass religiöse Reden, die Gewalt oder Unterdrückung verteidigen, die Heiligkeit des Namens Gottes entweihen. Der Papst forderte, dass Dialoge die Identität nicht verwischen, sondern sie offen und ehrlich zum Ausdruck bringen, während er gleichzeitig die Vielfalt der anderen akzeptiert. Er verwies auf das Beispiel von Robert Schuman, der frühere Trennungsschranken zu Brücken des Friedens machte. Der Papst lud Vertreter anderer Glaubensgemeinschaften ein, darunter den Großrabbiten, den Vertreter der Pariser Moschee, den Präsidenten des französischen Protestantischen Bundes, den Vertreter des buddhistischen Bundes und den Vorsitzenden der orthodoxen Bischofskonferenz, um gemeinsam für interreligiösen Dialog zu arbeiten.

Er betonte, dass das gemeinsame Erleben einander möglich bleibt und dass die Verantwortung aller Gläubigen darin besteht, Brücken zu bauen und Frieden zu stiften. Der Papst erinnerte an die Enzyklika "Rerum Novarum" und an die Botschaft von Papst Johannes Paul II. zum Weltfriedenstag 2001, in denen er die Bedeutung von Dialog und Begegnung hervorhob. Er zitierte zudem den französischen Philosophen Paul Ricœur, der Dialog als Kunst des Miteinanderlebens beschreibt, das Unterschiede als Versprechen und nicht als Bedrohung sieht. Der Papst schloss mit der Aussage, dass die Größe einer Zivilisation nicht an materiellen Errungenschaften, sondern an der Art und Weise gemessen wird, wie Menschen geschützt und gepflegt werden.

Er betonte, dass Religion die Würde des Lebens verteidigt und dass der Dienst an den Schwachen bis zum Ende des Lebens reicht. Die Botschaft des Papstes wurde in Metz vor einem Publikum von Vertretern verschiedener Religionen übermittelt.