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Weltkirche · 29. September 2026

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Kardinal Parolin fordert Zwei‑Staaten‑Lösung als einzige mögliche Friedensgrundlage

a wooden fence with a white and yellow sticker on it
Annie Spratt / Unsplash

Kardinal Parolin betonte am 24. September in New York, während der Hochrangigen Woche der 81. Generalversammlung der Vereinten Nationen, dass eine Zwei‑Staaten‑Lösung, die auf sicher anerkannten Grenzen beruht, der einzig gangbare Weg zu einer gerechten und dauerhaften Frieden ist. Er wiederholte die offizielle Position des Heiligen Stuhls, die seit langem auf einem sicheren, international anerkannten Grenzrahmen basiert. Die aktuelle humanitäre Lage in Gaza bleibt nach seiner Aussage weiterhin dramatisch, mit mehr als zwei Millionen Menschen, die in extremer Armut leben und Ziel militärischer Angriffe werden. Trotz einiger diplomatischer Fortschritte, einschließlich eines Waffenstillstands, der Rückkehr von Geiseln und verbessertem humanitärem Zugang, bleibt die Situation für die Zivilbevölkerung, insbesondere für Kinder, äußerst belastend. Parolin wies darauf hin, dass die langanhaltende Gewalt und Zerstörung schwerwiegende Folgen für die Zivilbevölkerung haben und ein uneingeschränktes humanitäres Zugangsrecht gefordert wird.

Er forderte, Gaza als Ganzes im Kontext der zukünftigen Entwicklung des palästinensischen Volkes zu betrachten und betonte, dass humanitäre Hilfe und Wiederaufbau eine politische Lösung nicht ersetzen können. Die Ausweitung und Einrichtung neuer israelischer Siedlungen in den besetzten Gebieten bezeichnete er als ernsthafte Gefahr für die Durchführbarkeit einer Zwei‑Staaten‑Lösung. In Bezug auf die christlichen Gemeinschaften in Judäa und Samaria verurteilte Parolin energisch alle Gewaltakte gegen die sogenannten „mittlernden und stabilisierenden Kräfte“, die das friedliche Zusammenleben und das gegenseitige Vertrauen sichern. Er betonte, dass eine dauerhafte Frieden nicht durch Zwang erzwungen werden kann, sondern nur durch Dialog, Achtung des Völkerrechts und ein ehrliches Engagement für die Würde, die berechtigten Wünsche und die Sicherheit beider Völker. Der Heilige Stuhl bekräftigte zudem die besondere Bedeutung Jerusalems als heilige Stadt für Christen, Juden und Muslime und forderte einen besonderen internationalen Status, um dessen einzigartigen Charakter zu schützen.

Ein weiterer Schwerpunkt seines Redebeitrags war die Bekämpfung des Klimawandels, insbesondere die Bedrohung durch den steigenden Meeresspiegel, der Wohnungen, Lebensgrundlagen und die Nahrungsmittelsicherheit gefährdet, besonders in ärmeren Küstenregionen. Parolin forderte eine verstärkte internationale Solidarität, Gerechtigkeit und Zusammenarbeit, um den betroffenen Gemeinschaften Zugang zu finanziellen, technischen und technologischen Ressourcen zu ermöglichen. Die UN-Generalversammlung verabschiedete eine historische Erklärung, die dringende Maßnahmen zum Meeresspiegelanstieg fordert und die Beteiligung der betroffenen Bevölkerungen an Entscheidungsprozessen verlangt.