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Weltkirche · 18. Oktober 2026

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Heiliger Stuhl fordert bei den Vereinten Nationen dringende Abrüstung

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Young-Kyung Kim / Unsplash

Der Heilige Stuhl hat bei der 81. Generalversammlung der Vereinten Nationen gefordert, dass die Abrüstung nicht länger aufgeschoben werden darf. Der ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen betonte, dass die Aufrüstung keine Garantie für den Frieden darstelle.

Nach Ansicht des Vertreters des Vatikans entzieht die Aufrüstung der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung notwendige Ressourcen. Er warnte davor, den Krieg als unvermeidlich zu akzeptieren oder die Aufrüstung als Voraussetzung für den Frieden zu betrachten. Besonders die schwächsten Bevölkerungsgruppen würden unter den Folgen von Konflikten leiden.

Der Heilige Stuhl plädiert für ein rechtlich bindendes Instrument, das klare Verbote für autonome tödliche Waffensysteme festlegt. Zudem solle die Entwicklung und Nutzung künstlicher Intelligenz reguliert werden, um die Verantwortung sowie den Schutz der Zivilbevölkerung und lebensnotwendiger Infrastrukturen zu gewährleisten. Technischer Fortschritt müsse stets dem Menschen und dem Gemeinwohl dienen und dürfe die moralische Verantwortung bei Entscheidungen über menschliches Leben nicht untergraben.

In Bezug auf nukleare Waffen fordert der Heilige Stuhl die Einhaltung bestehender internationaler Verpflichtungen, insbesondere des Artikels VI des Nichtverbreitungsvertrags. Er unterstützt den Vertrag über das Verbot von Kernwaffen als ergänzendes Instrument. Die Inkraftsetzung des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen sowie die Bekämpfung konventioneller Waffen wie Minen werden als dringende Prioritäten bezeichnet. Zudem wird dazu aufgerufen, die Militarisierung des Weltraums zu verhindern.

In einer weiteren Debatte betonte der Beobachter, dass die Beseitigung von Armut, Hunger und Unterernährung zentral für eine nachhaltige Entwicklung bleibe. Trotz ausreichender globaler Lebensmittelproduktion bestünden diese Probleme weiterhin. Als Ursachen wurden Konflikte, der Klimawandel, ungleiche Wirtschaftsstrukturen und unzureichende Infrastrukturen genannt, die vor allem Kleinbauern treffen. Die internationale Gemeinschaft solle die Menschenwürde ins Zentrum rücken und Zusagen zur Armutsbekämpfung in politischen Willen und Ressourcen für Bedürftige umsetzen.