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Mission und Hilfe · 19. September 2026

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Asiatische katholische Konferenz für digitale Mission fordert Fokus auf Christus

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Yogendra Singh / Unsplash

Katholische Führungspersönlichkeiten haben Medienmitarbeiter aus ganz Asien dazu aufgerufen, Zurückhaltung gegenüber dem eigenen Ego zu üben und Christus in das Zentrum ihrer Arbeit zu stellen. Mehr als hundert Medienfachleute kamen vom 10. bis 13. September im Hauptquartier von Radio Veritas Asia in Quezon City zusammen, um an der ersten asiatischen katholischen Konferenz für digitale Mission teilzunehmen.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Federation of Asian Bishops' Conferences und Radio Veritas Asia organisiert und erhielt Unterstützung vom Dikasterium für Kommunikation des Vatikans. Zu den Rednern gehörten Nataša Govekar, Leiterin der Abteilung für theologisch-pastorale Fragen im Dikasterium für Kommunikation, sowie Kardinal Pablo Virgilio David, Vizepräsident der Federation of Asian Bishops' Conferences.

Kardinal David ermutigte die Teilnehmer während einer Predigt am 13. September, im digitalen Raum nicht nur als Personen mit Einfluss, sondern als missionarische Jünger zu agieren. Er betonte bei der Abschlussmesse im Heiligtum der Kathedrale des Guten Hirten, dass die Mission nicht darin bestehe, Follower zu sammeln, sondern Beziehungen aufzubauen, Räume für Begegnungen zu schaffen und Menschen zu begleiten. Das primäre Werk im digitalen Bereich sei laut David das Zuhören vor dem Sprechen, Antworten und Urteilen.

Bischof Marcelino Antonio Maralit Jr., Vorsitzender des Büros für soziale Kommunikation der Federation of Asian Bishops' Conferences, bezeichnete soziale Medien als eine Art Vorspeise, während die Eucharistie das eigentliche Ziel bleibe. Nataša Govekar rief dazu auf, Führungspersönlichkeiten der Gemeinschaft zu werden und dem Beispiel von Christus als vollkommenem Kommunikator durch selbstlose Hingabe zu folgen. Sie erklärte, dass kein Computersystem ein gewissenhaftes Herz oder ein Gewissen erschaffen könne, das Gut und Böse unterscheidet.

Neben Vorträgen und Gebeten diskutierten die Teilnehmer in Gruppen Fallstudien zur digitalen Evangelisierung. Sara Tunas aus Indonesien berichtete, dass ihre Gruppe erörtert habe, wie ein übersteigertes Selbstbewusstsein die ursprüngliche Absicht der Mission überlagern könne. Dies führe dazu, dass digitale Missionare durch Interaktionsraten, Likes und Klickzahlen geblendet würden. Tunas wies zudem auf die Herausforderung hin, junge Katholiken in Indonesien für die digitale Mission zu gewinnen und die Generationenkluft in sozialen Medien zu überbrücken.

Joel Mendonsa aus Indien betonte die Notwendigkeit des gegenseitigen Lernens unter digitalen Missionaren, um das Evangelium Jesu zu teilen. Er merkte an, dass das Verlangen nach Ruhm und Anerkennung oft dazu führe, dass man vergesse, dass die Mission letztlich Christus gehöre. Digitale Missionare sollten Menschen daher immer zu Jesus führen und nicht zu sich selbst.