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Weltkirche · 4. Oktober 2026

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Papst Leo XIV. informiert sich über Umweltzerstörung im Amazonas

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David Monje / Unsplash

Papst Leo XIV. hat in der Vatikanen Wissenschaftler und Aktivisten aus Peru, Kolumbien und Bolivien empfangen, um sich über die durch den Goldabbau im Amazonas verursachten Schäden sowie die damit verbundenen Auswirkungen von Quecksilber zu informieren.

Die Delegation überreichte dem Papst die Zusammenfassung einer zehnjährigen Studie des Centro de Innovación Científica Amazónica über Umwelt- und Gesundheitskrisen im peruanischen Amazonasgebiet. Ein zentraler Punkt ist der weitgehend illegalen Goldabbau und die Nutzung von Quecksilber, was auch im Minamata-Übereinkommen festgehalten wird. In der Region Madre Dios wurden jährlich schätzungsweise 180 Tonnen Quecksilber in der Umwelt gemessen, welches in der Luft, in Fischen, Fledermäusen, Vögeln und Menschen nachweisbar ist.

Die Forscher wiesen auf die internationale Dimension des Problems hin, wobei Akteure in den Abnehmerländern vom Goldhandel profitieren, während Gemeinschaften im Amazonas unter Vernachlässigung, Umweltzerstörung und tiefer Armut leiden. Schmuggelnetzwerke umgehen Verbote, und mangelnde Transparenz in den Lieferketten begünstige Profiteure. Das Centro de Documentación e Información Bolivia forderte internationale Maßnahmen, da bisherige Programme zur Schadensreduzierung zu langsam voranschreiten.

Die Delegation hofft, dass der Heilige Stuhl den globalen Dialog zum Schutz des Lebens, der Würde, der Flüsse und der Wälder des Amazonas fördert. Im Rahmen seiner Reise vom 6. bis 17. November wird Leo XIV. den peruanischen Amazonas besuchen, um in Pucallpa Missionare, lokale Gruppen und Vertreter indigener Völker zu treffen.