Weltkirche · 13. Oktober 2026
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Kardinal Parolin kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA
Kardinal Pietro Parolin, Vatikanischer Staatssekretär, hat die geplante öffentliche Hinrichtung von Nidal Hasan, einem ehemaligen Armee-Major verantwortlich für das Massaker von Fort Hood 2009, scharf kritisiert. Die Hinrichtung soll laut Pentagon per Live-Übertragung stattfinden. Parolin erklärte in Rom bei einer Gedenkfeier zum Gedenktag des hl. Johannes Nepomuk Neumann: "Es ist unmenschlich, dass jemand in dieser Zeit solche Methoden anwendet.
Ich weiß nicht, zu welchem Zweck dies geschieht. Die Hinrichtung darf nicht zum Schauspiel werden. Auch wenn jemand schuldig ist, es gibt andere Wege." Er betonte, dass die katholische Kirche grundsätzlich gegen die Todesstrafe steht, da sie menschenwürdig sei und keine Würde des Menschen bewahre. Der Kardinal erinnerte daran, dass der Vorsitzende der US-Katholischen Bischofskonferenz, Erzbischof Paul Coakley, bereits Stellung genommen habe und ein offizielles Statement des Heiligen Stuhls erwartet werde.
Bei einer Pressekonferenz am Freitagabend wurde Parolin auch zum Thema Nobel-Friedenspreis gefragt, der an den südafrikanischen Juristen Navanethem Pillai verliehen wurde, der vom UN-Menschenrechtsrat für seine Arbeit in der internationalen Strafjustiz geehrt wurde. Parolin äußerte sich positiv: "Wenn Menschen für die Menschenrechte eintreten, ist das gut."