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Weltkirche · 2. Oktober 2026

Ex‑Mönche von Belorado vergleichen ihre Lage mit Maricarmen und kritisieren Zwangsräumungen auch in der Kirche

silhouette of plant during sunset
OC Gonzalez / Unsplash

Am 29. September 2026 klagt eine Gruppe ehemaliger Ordensfrauen aus Belorado öffentlich über Zwangsräumungen, die sie selbst erlebt haben, und stellt sie in den Kontext der Räumung von Maricarmen, einer älteren Frau aus Madrid, die am Mittwoch aus ihrer Wohnung vertrieben wurde. Die Gemeinschaft, geführt von Laura García de Viedma, kritisiert, dass die Kirche ein bedeutendes Immobilienvermögen besitzt und gleichzeitig Ordensgemeinschaften wie die ihrerseits von Zwangsräumungen bedroht sind. Sie fordern, dass die menschliche Dimension dieser Verfahren beachtet und alternative Wohnlösungen gefunden werden, bevor weitere Räumungen die Lage verschlimmern.

Der Pressesprecher Francisco Canals warnt, dass die aktuelle Bedrohung für die Ordensfrauen zwar aktuell sei, aber prinzipiell jeder Haushalt von Zwangsräumungen betroffen sein kann. Die betroffenen Frauen kämpfen gegen neun laufende Gerichtsverfahren und versuchen, ihre gemeinschaftliche Lebensweise sowie ihre finanziellen Verpflichtungen aufrechtzuerhalten. Sie betonen, dass das Verlassen ihrer Klöster nicht nur den Verlust von Räumen bedeuten würde, in denen sie jahrelang ihr spirituelles und gemeinschaftliches Leben aufgebaut haben, sondern auch ihre Existenz weiter gefährden würde.

Die Gruppe weist zudem auf eine offensichtliche Diskrepanz hin: Die Kirche ist einer der größten Eigentümer von Immobilien in Spanien, während gleichzeitig Ordensgemeinschaften mit Zwangsräumungen konfrontiert werden. Diese Situation wirft nach Ansicht der Betroffenen Fragen nach sozialer Gerechtigkeit und der Rolle kirchlichen Eigentums im öffentlichen Diskurs auf.