Weltkirche · 21. Oktober 2026
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Dokumentarfilm über den heiligen Petrus feiert Premiere in Rom
In Rom wurde der Dokumentarfilm „Pétros ení” uraufgeführt. Der Film wurde von der Regisseurin Paula Ortiz inszeniert und handelt von Glaube, Geschichte und Archäologie in der Basilika des heiligen Petrus. Die Premiere fand am 16. Oktober im Rahmen des Filmfestivals in Rom statt. Der Dokumentarfilm dauert eine Stunde und wurde anlässlich des 400. Jahrestages der Weihe der Basilika des heiligen Petrus produziert, die am 18. November 1626 stattfand.
Der bekannte amerikanische Schauspieler Chris Pratt ist der Erzähler des Films. Er konvertierte vor sechs Jahren und erklärte in einem Interview, dass er während der Dreharbeiten in der Basilika des heiligen Petrus tief bewegt war. Er sagte, dass es sich um ein persönliches Erlebnis handelte, das ihm half, seinen Glauben zu definieren. Er wünscht sich, dass die Zuschauer nach dem Ansehen des Dokumentarfilms verstehen, dass Petrus ein unvollkommener und schwacher Mensch war, dessen Stärke jedoch in der Gnade Jesu und dem Glauben an Gott liegt. Der Drehbuchautor des Films ist Andrea Tornielli, der programmatische Direktor der vatikanischen Medien.
Der Papst Leon XIV. spricht in den abschließenden Szenen des Films über die Person des Apostels und sein Grab in den Katakomben der Basilika. Er erklärte, dass es schön sei, sich daran zu erinnern, warum die Basilika genau an diesem Ort erbaut wurde. Der Grund sei, dass dieser Boden im Blut des Apostels getaucht sei. Hier sei Simon von Betsaida, der Fischer, den Jesus Petrus nannte, den Märtyrertod gestorben. Der Papst zitierte den britischen Schriftsteller K.G. Chesterton, der sagte, dass die christliche Kirche auf einem schwachen Menschen erbaut wurde und deshalb unzerstörbar ist, weil keine Kette stärker ist als ihr schwächstes Glied. Der Papst wies auf die Kontinuität dieser Kette hin und erklärte, dass er als Bischof von Rom, sich seiner eigenen Schwäche bewusst, das Glaubensbekenntnis des Apostels wiederholt, den Jesus in einen Fischer der Menschen verwandelte.
Der Papst Leon XIV. befand sich zum Zeitpunkt der Premiere in der Poliklinik Gemelli, wo er sich nach einer Operation zur Entfernung eines Teils einer Lungenflügel erholt. Die Premiere begann mit lauten Applausen für den Papst. Paolo Ruffini, der Präfekt der Dikasterie für Kommunikation, bezeichnete es als faszinierenden Paradoxon, dass Jesus an die Spitze der Kirche einen schwachen und sündigen Menschen stellte, einen Fischer aus Galiläa, der ihn verleugnet hatte. Der Film erzählt die archäologische Geschichte, die von Spiritualität, wissenschaftlicher Sorgfalt und Faszination durchdrungen ist. Sie reicht von den ersten Ausgrabungen, die von Papst Pius XII. während des Zweiten Weltkriegs in Auftrag gegeben wurden, bis zur endgültigen Bestätigung der Entdeckung der sterblichen Überreste Petrus unter der Basilika zu Zeiten von Papst Paul VI.