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title: Die Geschichte der Erhöhung des Heiligen Kreuzes
url: https://www.faithfulnews.com/de/die-geschichte-der-erhohung-des-heiligen-kreuzes
published: 2026-09-15T07:23:19+00:00
language: de
section: Weltkirche
source: https://www.niedziela.pl/artykul/45228/Podwyzszenie-Krzyza-Swietego
publisher: FaithfulNews
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# Die Geschichte der Erhöhung des Heiligen Kreuzes

Die Kaiserin Helena, die Mutter von Kaiser Konstantin, reiste im Jahr 324 in das Heilige Land, um Sühne für die Taten ihres Sohnes zu leisten. Zuvor hatte Bischof Makary von Jerusalem den Kaiser dazu bewegt, Forschungsarbeiten an den heiligen Stätten durchzuführen, da diese nach der Zerstörung des Tempels durch Kaiser Hadrian im Jahr 135 und dem Bau der Aelia Capitolina sowie eines Tempels für Jupiter Capitolinus verändert worden waren.

Nach ihrer Ankunft ließ Helena eine Kommission aus Priestern und Archäologen einberufen, um einen genauen Ausgrabungsplan zu erstellen. Die Topografie des alten Jerusalem konnte mithilfe von Dokumenten einer jüdischen Familie rekonstruiert werden. Kaiser Konstantin stellte für diese Arbeiten beträchtliche Geldmittel zur Verfügung. Nach einigen Wochen wurden der Hügel Golgatha und die Grabgrotte Christi entdeckt. In einem teilweise zugeschütteten Graben fanden die Ausgrabungen drei Kreuze. Um das wahre Kreuz zu identifizieren, wurde eine sterbende Frau an die Hölzer gehalten, wobei sie beim dritten Kreuz wieder aufstand.

Auf Anweisung Konstantins wurde an diesem Ort eine Basilika errichtet, die am 14. September 335 feierlich geweiht und dem lokalen Bischof übergeben wurde. Die heutige Grabeskirche, die von Kreuzfahrern erbaut wurde, umfasst die Standorte von drei ursprünglichen Bauten Helenas: einer Kirche für die Passion, einer für das Kreuz und einer für das Heilige Grab. Das gefundene Holz des Kreuzes wurde in drei Teile geteilt, die nach Rom, Jerusalem und Konstantinopel gelangten. In Konstantinopel wurde die Reliquie in die Hagia Sophia überführt, die im Jahr 537 fertiggestellt wurde. In Rom errichtete Konstantin eine Basilika des Heiligen Kreuzes in der Nähe des Laterans, in der auch die Kaiserin bestattet wurde. Dort wird zudem eine hölzerne Tafel mit Inschriften in Griechisch, Hebräisch und Latein aufbewahrt, die Pilatus über dem Kopf Jesu angebracht haben soll. Papst Luzius II. bestätigte deren Echtheit im zwölften Jahrhundert mit seinem Siegel.

Im Jahr 614 entwendete der persische Herrscher Chosroes II. die Reliquien des Kreuzes aus Jerusalem. Kaiser Heraklius eroberte diese fünfzehn Jahre später zurück. Auf Rat des Bischofs von Jerusalem trug er seine prächtigen Gewänder ab und brachte das Kreuz barfuß in die Basilika. Dieses Ereignis wird jährlich am 14. September als erneute Erhöhung des Kreuzes gefeiert. Während der Zeit der Kreuzfahrer wurde an diesem Tag das Goldene Tor geöffnet, um die Rückkehr des Kreuzes zu Jerusalem zu gedenken.

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