FaithfulNews
Jahreskreis

Mission und Hilfe · 1. November 2026

Apostolischer Almosengeber besucht humanitäre Einrichtungen in der Ukraine

boy in black hoodie sitting on chair
Taylor Flowe / Unsplash

Der Apostolische Almosengeber und der Subsekretär des Dikasteriums für den Dienst der Barmherzigkeit sind am Mittwoch, den 28. Oktober, in Kiew eingetroffen, um humanitäre Einrichtungen zu besuchen und die Nähe des Papstes zur ukrainischen Bevölkerung zu bezeugen. Die Delegation reiste nach einer etwa zwölfstündigen Autofahrt ab Warschau an und hält sich im Rahmen einer mehrstägigen Mission in dem Land auf. Die Reise begann am Dienstag, den 27. Oktober, und soll am Freitag, den 30. Oktober, nach Besuchen in mehreren Städten, darunter Saporischschja, Dnipro und Fastiv, enden. Der Fokus der Mission liegt auf der Unterstützung von Familien, Kindern und älteren Menschen, die unter den Folgen des Krieges leiden.

In Kiew besuchte die Delegation ein Zentrum der Organisation Caritas-Spes, wo sie mit dem Nuntius, dem Weihbischof von Kiew-Schytomyr und dem geschäftsführenden Direktor der Organisation zusammentraf. Diese Einrichtung bietet die Verteilung von Lebensmitteln, Schutz während der Angriffe sowie materielle und psychologische Unterstützung für ältere Menschen und Frauen, die allein mit ihren Kindern zurückgeblieben sind. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Betreuung von Kindern, die seit Jahren aufgrund der Pandemie und des Krieges keinen regulären Präsenzunterricht besuchen können. Die Organisation schafft Begegnungsmöglichkeiten, um die soziale Isolation und die inneren Verletzungen der Kinder zu mildern und ihnen die Freude am gemeinsamen Leben zu erhalten.

Die Gruppe besuchte zudem die Räumlichkeiten, in denen sich Menschen während der Bombardements aufhalten. Dort finden sie Wärme, eine warme Mahlzeit und die Möglichkeit, ihre Mobiltelefone aufzuladen. Im unterirdischen Bunker, der mit einigen Klappbetten ausgestattet ist, segnete der Apostolische Almosengeber die Einrichtungen und die anwesenden Personen. Diese einfachen Gesten sind in Kriegszeiten von entscheidender Bedeutung, um den Menschen Trost und Sicherheit zu bieten.

Ein weiterer Stopp war eine katholische Kirche, die noch im Bau ist, aber bereits ihre pastorale und humanitäre Arbeit voll entfaltet. In der dortigen Küche bereiten Freiwillige täglich warme Mahlzeiten für Hunderte von Menschen vor, unabhängig von deren religiöser Zugehörigkeit. Generatoren stellen den Strom und die Heizung sicher, was die Pfarrei zu einem Treffpunkt für alle Bedürftigen macht. Auch hier gibt es einen Bunker mit Betten für die Bevölkerung während der nächtlichen Angriffe. Die Gemeinschaft wird als lebendiger Stein des Kirchenbaus beschrieben, der durch den Zusammenhalt gestärkt wird.

In der griechisch-katholischen Kurie in Kiew wurde die Delegation vom Generalökonomen empfangen. Nach dem Besuch der Patriarchalkathedrale der Auferstehung Christi lernte die Gruppe die dort angebotenen Dienste kennen. Dazu gehören die tägliche Zubereitung von Hunderten warmen Mahlzeiten, die materielle, geistliche und psychologische Unterstützung für Soldaten durch das Militärordinariat sowie ein Radiosender, der die Worte des Papstes und Katechesen in die Haushalte bringt. Nach der Besprechung der dringendsten Bedürfnisse fand ein Austausch von Geschenken statt, der die Bruderschaft symbolisiert, die der Krieg nicht brechen konnte.

Die letzte Station war ein kleines Zentrum, das als Keim der Hoffnung beschrieben wird. Es handelt sich um eine vorgefertigte Konstruktion von wenigen Quadratmetern, die hinter einem bombardierten Gebäude errichtet wurde, das noch deutliche Spuren der Zerstörung trägt. Dort hat ein Militärseelsorger eine Gemeinschaft ins Leben gerufen, die die Messe feiert, Kinder und Familien aufnimmt, das Evangelium verkündet und psychologische sowie materielle Unterstützung bietet. Zu den Initiativen für die Kleinsten gehörte das Bemalen von Ostereiern zusammen mit Vätern, die für wenige Tage von der Front zurückgekehrt waren. Aus einer kleinen Gruppe ist eine große Gemeinschaft entstanden, die wie ein Senfkorn im Evangelium zu einem Baum der Hoffnung herangewachsen ist.